Heizungsgesetz 2026: Das sind die neuen Regelungen

Das sogenannte „Heizungsgesetz“ bereitete in der Vergangenheit vielen Hausbesitzern und Wohnungseigentümern Kopfschmerzen. Die Änderungen und Verschärfungen der Rot-Grünen Politik ab 2024 hat bei vielen Eigentümern Unmut ausgelöst. Schließlich möchte sich niemand in den eigenen Keller regieren lassen. Um diese Spannungen abzubauen, hat die neue Bundesregierung unter der Führung von Kanzler Merz versprochen, das Heizungsgesetz wieder abzuschaffen. Worauf kann man sich nun als Eigentümer eigentlich verlassen?

Das GEG im Überblick

  • Das nach wie vor gültige GEG (Gebäudeenergiegesetz) wurde ins Leben gerufen, um die Klimaziele schneller zu erreichen und von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Seit dem 01.01.2024 ist es daher vorgeschrieben, dass neu eingebaute Heizungen mindestens 65% der Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugen müssen. Diese Regelung möchte die aktuelle Bundesregierung abschaffen.
  • Bevorzugte Wärmeerzeuger sind Wärmepumpen, Fernwärme, Solarthermie, Biomasseheizungen und Hybridheizungen.
  • Ziel des Gesetzes war es, bis zum Jahr 2045 zur Klimaneutralität zu kommen.

Was gilt nach der Abschaffung des Heizungsgesetzes?

Die aktuelle Bundesregierung aus CDU und SPD hat bereits bekundet, das Gesetz Mitte 2026 wieder abzuschaffen und damit den Heizungseinbau „technologieoffener, einfacher und flexibler“ zu gestalten. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die neuen Regelungen noch nicht in Kraft, geplant ist die Umsetzung für Mitte 2026. Kernpunkt des neuen GMG ist die Streichung der 65%-Regelung.

Pro- und Contra

Wer sich bisher von der Wärmepumpen-Lobby bevormundet gefühlt hat, bekommt nun wieder die volle Wahlfreiheit beim Einbau seiner neuen Heizung. Auch dürfen natürlich bisher verbaute Öl- und Gasheizungen selbstverständlich weiter betrieben werden. Dies stand auch nie zur Debatte. Um die Klimaziele dennoch zu erreichen, setzt die Politik künftig auf die sogenannte „Bio-Treppe„: Damit ist ein stufenweiser Anstieg des Anteils biogener bzw. synthetischer Brennstoffe (z.B. Bio-Heizöl, Biomethan, E-fuels etc.) gemeint, die der Lieferung beigemischt werden. Damit soll dann beispielsweise auch eine verbaute Ölheizung umweltfreundlicher heizen. Ab dem 01.01.2029 soll hier der Anteil solcher beigemischer E-Fuels bei mindestens 10 Prozent liegen. Diese Bio-Tarife sind allerdings meist bis zu 25% teurer als die regulären.

Fazit

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das bestehende Heizungsgesetz ab Sommer 2026 passé und wird in einer überarbeiteten Form den Co²-Ausstoß der deutschen Wohngebäude regulieren. Hausbesitzer haben ab dann wieder die volle Wahlfreiheit, auch den Einbau einer traditionellen Gas- oder Ölheizung. Durch die Beimischung der biologischen Brennstoffe, der sogenannten verpflichtenden Grün-Quote und der steigenden CO²-Bepreisung ist es jedoch zu erwarten, dass der Betrieb einer solchen Heizung gegenüber dem Einbau einer Wärmepumpe teurer wird.

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Hauspreise 2026: So günstig wie seit 40 Jahren nicht mehr!

Wer immer 2026 ein Haus kaufen oder verkaufen will, fragt sich meistens zunächst: Soll ich jetzt zuschlagen, oder lieber noch warten? Werden die Preise eher weiter fallen oder steigen? Angesichts der seit Juli 2022 gestiegenen Zinsen und politischer Restriktionen, wie das berühmte Heizungsgesetz, ist der Immobilienmarkt ins Stocken geraten. Während sich in den Boomjahren der Niedrigzinsphase Schlangen bei der Besichtigung bildeten, ist heute Flaute angesagt. Auf der einen Seite sind die Verkäufer nicht bereit, von ihren Preisvorstellungen, die sie noch von der Zeit vor Zinswende haben, abzurücken – auf der anderen Seite sind die Käufer 2026 nicht willens oder fähig, diese Preise noch zu bezahlen. Um jedoch eine Haustransaktion zum Abschuss zu bringen, müssen Käufer und Verkäufer sich einig werden. Fragen wir uns also einmal ganz objektiv: Sind Häuser 2026 teuer oder billig?

Immobilienbewertung mal anders

Wenn wir heute eine Immobilie bewerten, spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle, in aller erster Linie natürlich die Lage. Dass ein Haus auf dem Land weniger wert ist als in einer Großstadt oder in einem großen Einzugsgebiet mit zahlreichen Anschlüssen, war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Als nächstes konkurriert ein Eigenheim natürlich mit dem Mietmarkt: Sobald die Abzahlung eines Kredits für ein Eigenheim wesentlich teurer wird als die Miete, wird der Hauskauf zunehmen uninterressant. Als dritter Faktor spielen politische Entscheidungen natürlich eine gewisse Rolle: Muss ich meine Heizung jetzt eigentlich rausreißen und was Neues einbauen? Was kostet mich der ganze Spaß zusätzlich? Wie hoch sind die aktuellen Kaufnebenkosten und was muss ich demnächst eigentlich an Grundsteuer ans Finanzamt zahlen? Fragen über Fragen, die den ambitionierten Hauskäufer in seiner Entscheidung maßgeblich beeinflussen. Dabei legen wir natürlich immer einen bestimmten Maßstab an: den unserer eigenen Währung Euro und der dazugehörigen Leitzinsen, bzw. die aktuellen Kapitalmarktzinsen, das ganze verzerrt durch die aktuelle Inflation. Um uns von diesem Bewertungskriterium zu lösen, sollten wir uns jedoch mal fragen: Was war so ein Haus eigentlich in der Vergangenheit wert und wieviel ist es heute wert? Schauen wir in die Vergangenheit, so hat die Verknappung des Wohnraums in Deutschland quasi immer zu stetig steigenden Immobilienpreisen geführt, zumindest in unserer Währung. Um jedoch ein objektives Bild der Lage zu bekommen, fügen wir ein anderes Messinstrument hinzu und fragen uns: Wieviel Haus haben wir eigentlich in der Vergangenheit für eine gewisse Menge Gold bekommen?

Gold – der unbestechliche Wertmesser

Jeder Mensch kennt sicherlich die bekannte Analogie von der Unze Gold, für die man sich seit eh und je einen Maßanzug kaufen konnte. Gehen wir doch einmal in die Tiefe und übertragen das System auf den Häusermarkt, um uns zu fragen: Wieviel Gold brauchte ich in der Vergangenheit, um ein Haus zu kaufen? Und die Antwort wird der ein oder anderen, der den aktuellen Immobilienmarkt als überteuert sieht, sicherlich verwundern: für ein „normales“ Haus, je nach Region und Epoche natürlich, musste man in der Vergangenheit immer zwischen 100 und 200 Unzen Gold hinlegen, wobei wir uns an der Zeit nach der Industrialisierung orientieren, also ab ca. 1800 – 1900, da wir erst ab hier belastbare Relationen zu den heutigen Verhältnissen haben.

Ein Haus in Gold

Legen wir also den aktuellen Goldpreis von rund 4000 Euro/Unze zu Grunde und nehmen den goldenen Mittelwert von 150 Unzen für ein Haus, so liegen aktuell wir ungefähr bei 600.000 Euro für ein normales Haus. Schauen wir jedoch in die gängigen Immobilienportale, liegen die meisten Häuser (Bestandsimmobilien) ein gutes Stück darunter – zumeist aus oben genannten Gründen. Doch was schließen wir daraus?

Gold rennt vor, Immobilien hinterher

Gold ist seit Jahrhunderten nicht nur der bekannteste Wertmesser, gesetzliches Zahlungsmittel und Anlageobjekt, sondern auch ein sensibler Inflations-Seismograph. Wer immer davon träumt, dass die Hauspreise demnächst ins Bodenlose stürzen und er sich dann billiger einkaufen kann, wird wohl enttäuscht werden. Denn auch wenn der nächste Preisschub am Häusermarkt vielleicht noch ein paar Jahre dauern wird: Gold zeigt bereits in die Richtung, wo es lang geht – weiter nach oben. Schauen wir uns doch mal konkret an, wieviel Gold wir in den vergangen Jahrzehnten für ein Haus hinlegen mussten:

  • 1932: ca. 100 Unzen
  • 1971: ca. 350 Unzen
  • 1980: ca. 90 Unzen
  • 2000: ca. 890 Unzen
  • 2011: ca. 230 Unzen
  • 2022 – 2024: ca. 110 Unzen

Wenn wir uns die Liste so betrachten stellen wir fest: Wir befinden uns aktuell am unteren Ende der Goldpreis/Immobilienskala, also etwa auf den Niveau des Jahres 1980, das zeigt uns die Gold-Immobilien-Ratio. Nehmen wir einen durschnittlichen Hauspreis von 500.000 Euro für Deutschland (was vielen Käufern schon zu teuer ist) so liegen wir aktuell bei 110 Unzen Gold für ein Haus. Wie löst sich die Goldpreis/Immobilienratio meistens auf?

  • Inflation
  • Lohnanpassungen (sehen wir bereits)
  • Geldentwertung
  • Kredite werden weginflationiert

= Immobilien steigen nominal stark an.

Stagnationsphase

Aktuell befinden wir uns in einer Stagnationsphase, die eine Neubewertung der Immobilien zur Folge hat. Historisch folgt darauf meist zunächst eine Stagnation der Immobilienpreise (sehen wir gerade), dann kommt eine politisch induzierte Inflation/Zinssenkungen, in der Folge explodieren die Immobilienpreise nominal. Wie lange jedoch die einzelnen Phasen dauern, weiß vorher niemand.

Unzen Gold
900 |                 ● 2000
800 |
700 |
600 |
500 |       ● 1971
400 |
300 |
200 |                 ● 2011
100 | ● 1980      ● 2024/25
     --------------------------------
          Zeit →

Alles unter 150 Unzen war historisch betrachtet eine Kaufzone für Immobilien. Deutschland liegt aktuell klar darunter.

Könnte Gold nicht auch wieder fallen?

Kommen wir zur Konklusion, dann bleibt uns nur eine letzte Schlussfolgerung: Entweder der Goldpreis muss wieder fallen, oder Immobilien müssen steigen. Historisch, in 95 Prozent der Fälle, fällt nicht Gold, sondern Immobilienpreise steigen nominal massiv. Dabei kann es jedoch gut seit, dass die Realpreise auf den Portalen jahrelang seitwärts laufen. Typischer Ablauf für das Phänomen, das wir derzeit beobachten:

  1. Gold steigt zuerst
  2. Immobilienmarkt friert ein
  3. Zinsen werden gesenkt
  4. Löhne und Inflation ziehen an
  5. Immobilienpreise explodieren.

Fazit: Historisch betrachtet ist Deutschland aktuell Immobilien-seitig billig, Gold-seitig teuer, Kredit-seitig tot. Wir befinden uns in einer Übergangsphase.

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Haus bauen oder Bestandsimmobilie kaufen?

Wer sich künftig gerne zu den Immobilieneigentümern zählen möchte, der hat mehrere Möglichkeiten, seinen Traum vom Eigenheim zu realisieren: Der Bau eines neuen und individuellen Hauses, der Kauf einer Eigentumswohnung oder der Kauf eines fertigen Hauses, einer Bestandsimmobilie. Wo liegen nun die Vor- und Nachteile wenn es um die Frage geht: kaufen oder bauen?

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Warum Wohnen immer teurer wird

Tausende von Familien suchen jedes Jahr in Deutschland vergeblich nach einer eigenen Immobilie. Das Angebot ist extrem knapp. Für die Politik ist es dringend an der Zeit, entsprechende Fördermittel bereitzustellen, die neuen Wohnraum schaffen und auch jungen Familien den Erwerb eines Eigenheims ermöglichen.

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Mietpreisexplosion 2025?

Die vergangenen Jahre waren für Mieter kein Zuckerschlecken. Im Zuge der deutlich angestiegenen Zinsen und der folgenden lahmenden Neubautätigkeiten legten die Mietpreise 2024 nochmal deutlich zu. Die bekannten großen Wohnunternehmungen kündigen jetzt bereits drastische Mieterhöhungen an. Aller Voraussicht nach wird 2025 auch kein leichtes Jahr für Mieter.

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Heizungsgesetz: Kombination aus Ölheizung und Wärmepumpe?

Das hochumstrittene „Heizungsgesetz“ beziehungsweise „Gesetz zum Erneuerbaren Heizen“ der aktuellen Bundesregierung steht mit den Neuwahlen 2025 vielleicht schon wieder vor dem Aus. Heizungsbauer, Wohneigentümer und die Industrie stellt das Hin- und Her der Politik vor große Herausforderungen. Ziel des Gesetzes ist es, dass bis spätestens Mitte des Jahres 2028 neue Heizungen zu 65% mit erneuerbaren Energien laufen. Für Eigentümer sind die Forderungen der Bundesregierung erstmal schockierend, doch ein Großteil der Kosten kann mithilfe staatlicher Förderung gedeckelt werden. Insgesamt können mit voller Ausschöpfung der Förderhilfen rund 70% der Kosten erstattet werden, um ein klimafreundliches Heizen zu ermöglichen. Für Neubauten hat das GEG bereits gravierende Auswirkungen: Hier dürfen seit 2024 nur noch Heizungen installiert werden, die zu 65% aus erneuerbaren Energien heizen. Besitzer von Bestandsimmobilien sind allerdings nicht betroffen. Solange die eingebaute Heizung funktioniert oder repariert werden kann, muss sie nicht ausgetauscht werden. Falls die Heizung jedoch irreparabel kaputt geht, sollte man sich als Eigentümer Gedanken über eine Heizlösung mit Erneubaren Energien machen und enstrechende Fördertöpfe der Regierung ausschöpfen. Ab 2024 gelten höhere Fördersätze mit bis zu 70% für den Heizungstausch, die man bei der KfW oder bei der BAFA für kleinere Modernisierungsmaßnahmen beantragen kann.

Westerwälder kombiniert Wärmepumpe mit Gas oder Ölheizung

Dass der Einbau und Betrieb einer Wärmepumpe in Bestandsbauten problematisch und teuer werden kann, haben bereits viele Eigentümer erkennen müssen, die von der Rot/Grünen Bundesregierung angestachelt panikartig ihre alten Heizungen rausgerissen haben, ohne die gravierenden Folgekosten zu bedenken. Denn Umweltfreundlichkeit ist nicht alles – schließlich sollen auch die Kosten in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Der Heizungsbaumeister Peter Brecklinghaus hat nun eine vielversprechende Methode entwickelt, um die bestehende Gas- oder Ölheizung mit einer Wärmepumpe zu kombinieren und so die Vorteile beider Systeme voll auszuspielen und die Nachteile zu minimieren:

Mithilfe dieser neuen Technik kann die bestehende Ölheizung einfach mit einer Wärmepumpe kombiniert werden.

Für diese Leistung wurde der Erfinder mit dem Innovationspreis Rheinland-Pfalz nominiert. Sinn und Zweck der Installation ist es, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren, ohne dem Besitzer im Gegenzug eine horrende Strompreisrechnung zu präsentieren. Die Gas- oder Ölheizung springt nämlich nur an, wenn die Wärmepumpe alleine nicht genug Leistung bringt.

Kostpieliger Aus- und Umbau entfällt

Ein weiterer Vorteil des neuen Systems: Die alte Heizung muss nicht zwangsläufig teuer ausgebaut und entsorgt werden, sondern kann mit der umweltfreundlichen Wärmepumpe Hand in Hand arbeiten, um dem Besitzer gut einzuheizen. Interessenten für das neue System müssen hier mit einer Investition von rund 16.000 Euro rechnen.

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